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Zwei Teilnehmer im Kampf auf der Matte

Zwei Teilnehmer powern sich beim Judo aus

Die Judo-AG am LWL-Berufsbildungswerk Soest

Auf Initiative des deutsch-japanischen Vereins Yawara Lippstadt e. V. wurde im September 2008 am LWL-Berufsbildungswerk in Soest eine Judo-AG für blinde und sehbehinderte Menschen gegründet. Das Training findet seither einmal wöchentlich in der Einrichtung statt und wird regelmäßig von 4 bis 8 Teilnehmenden in Anspruch genommen.
Den Teilnehmenden werden zu diesem Zweck Judo-Anzüge zur Verfügung gestellt. Es wird kein Mitgliedsbeitrag o. Ä. erhoben. Das Sportangebot besteht seit der Gründung durchgehend (mit Ausnahme der Schulferien) und ist Teil des Freizeitangebotes des LWL-Berufsbildungswerkes Soest.

Warum gerade Judo?

Die Sportart Judo ist geprägt von engem Körperkontakt und die damit verbundene überwiegende taktile Wahrnehmung. Sie erlaubt blinden und sehbehinderten Menschen, nach einer Phase des Erwerbs von Grundkenntnissen, die annähernd uneingeschränkte Integration in das Training in einem regulären Judo-Verein im Wohn-/Arbeitsort der Teilnehmer/-innen. Neben den allgemeinen positiven gesundheitlichen und sozialen Aspekten eines Freizeitangebotes ist die Integration das vorrangige Ziel der Maßnahme.

Die Intention der Judo-AG ist es daher, die Teilnehmer/-innen mittelfristig zu einem Wechsel in einen Verein zu motivieren und die Teilhabe an einem entsprechenden Regel-Angebot zu ermöglichen.

Zeigen, was in einem steckt

Den Teilnehmenden bekommen zweimal im Jahr die Gelegenheit, eine Gürtel­prüfung abzulegen. Die Prüfung erfolgt nach der offiziellen Ordnung des Deutschen Judo Bundes. Bislang fanden 17 Prüfungen mit insgesamt 61 Teilnehmenden statt.

Und die Perspektiven?

Die Teilnehmenden sollen ermutigt werden, über das Training hinaus an Technik-Lehrgängen sowie Wettkämpfen, Meisterschaften und Turnieren teilzunehmen.